Japan - Mit offenem Herzen und aber auch offenen Augen

Shownotes

Meine Lieben, ich bin wieder hier :)

In dieser Folge nehme ich euch mit auf meine Reise nach Japan – ein Land, das mich seit Jahren fasziniert und nun endlich für mich Realität wurde :)

Japan ist vorallem erstmal beeindruckende Disziplin und Ordnung, Höflichkeit und Sauberkeit. Aber eben auch sehr geprägt von stiller Einsamkeit, die viele Menschen dort erleben. Und auf diese gesellschaftlichen Herausforderungen, wie Isolation, Suizid und soziale Rituale, gehe ich hier nun etwas ein.

Dabei teile ich euch meine persönliche Eindrücke und versuche ein bisschen aufzuzeigen wie vielschichtig das Leben in Japan wirklich ist.

Lasst euch gerne inspirieren von meinen Erfahrungen – und vielleicht auch zum Nachdenken anregen, was Perfektion und Gemeinschaft bedeuten können.

Habt einen wundervollen Tag, euer Matzori :)

Transkript anzeigen

00:00:19: Wie hallo meine lieben und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Mazzori Talks.

00:00:24: Es hat jetzt ja auch nur fast ein Jahr gedauert.

00:00:28: Ich hoffe ich kann diesem Qualität statt Quantitätanspruch gerecht werden.

00:00:33: Schauen wir mal, ist auf jeden Fall glaube ich jetzt eine große Hürde.

00:00:36: Ich hoffe auf jeden Fall euch geht es soweit wunderfein und bin schon sehr, sehr, sehr gespannt auf die Resonanz, auf diese Folge.

00:00:46: Wir viele von euch mitbekommen haben war ich jetzt zwei Wochen in Japan, das war so ein lang ersehnter Traum von mir.

00:00:54: Das Land fasziniert mich ja schon seit Jahrzehnten, ich hab mich da auch schon im Vorfeld und ja auch schon wirklich über die letzten Jahre sehr gut damit beschäftigt.

00:01:05: Auch abseits natürlich von Videogames und Horrorfilmen, also nicht nur da drauf, beschränkt.

00:01:12: Und nachdem man speziell in den letzten ein, zwei Jahren die ein Social Media wirklich zugepumpt wird, weil gefühlt jeder dort ist, bin ich wirklich mit riesigen Erwartungen oder Hoffnungen da hingereist.

00:01:27: Und ich würde euch jetzt einfach gerne mal ein bisschen mitnehmen.

00:01:33: vor allem auch mal mitnehmen auf die seiten japanes die jetzt nicht in den social medias hoch und runter gepusht werden sage ich mal so ein bisschen auch auf die auf die schatten seite weil ich meine alles kommt zu seinem preis alles hat seine zwei Seiten und ich persönlich neige nie zum überromantisieren von Dingen, auch wenn das vielleicht manchmal den Eindruck macht, aber für mich gehört schon dazu, mir ein reales Bild zu machen, auch immer beide Seiten der Medaillen kennenzulernen und zu sehen.

00:02:08: Deswegen würde ich jetzt sehr, sehr gerne euch in den nächsten zwanzig bis circa fünfhundert achtzig Minuten, ich weiß nicht, wie lang das wird heute, mal meine Eindrücke.

00:02:19: Meine persönlichen Eindrücke schildern positiv, so wie auch natürlich negativ.

00:02:25: Also mein erster Eindruck in Japan war einfach wow.

00:02:30: Wirklich wow.

00:02:33: Also solche Menschenmassen auf einem Punkt habe ich noch nie erlebt.

00:02:37: In keiner Großstadt, in der ich war, egal ob LA, New York, whatever.

00:02:41: Also so viele Menschen.

00:02:44: die sich dort bewegen in den U-Bahn-Systemen auf der Straße und allem.

00:02:49: Und das Wow kommt einfach aus dem Grund heraus, weil das trotzdem alles läuft.

00:02:56: So geordnet.

00:02:57: Also wirklich präzise.

00:02:59: Das war faszinierend.

00:03:00: Also diese Disziplin, dieser Respekt voreinander.

00:03:05: Das hat mich übermaßen beeindruckt.

00:03:08: Also wirklich eine so perfekt geölte Maschinerie.

00:03:14: wie das ganze dort läuft, ist Wahnsinn.

00:03:17: Also dieses ganze System, auf dem das aufgebaut dort ist, das basiert wirklich darauf Rücksicht zu nehmen auf den anderen.

00:03:27: Es ist sehr, sehr schwer in Worte zu fassen.

00:03:29: Also ich war wirklich sprachlos teilweise wie perfekt choreografiert, dass wirklich alles abläuft dort.

00:03:40: Er steht in einem vollgepackten Zug wirklich press an press und ihr hört nichts außer den zupen natürlich aber ansonsten nichts.

00:03:50: keiner redet wenn überhaupt dann nur ganz ganz leise wirklich nichts.

00:03:58: ihr steht da in einer u-bahn voll gepackt wirklich das also wirklich kein millimeter zum bewegen da drinnen und man hört nichts stille wirklich stille.

00:04:13: keiner redet wenn überhaupt dann ganz ganz leise aber stille und das ist erst mal total super.

00:04:22: also natürlich ja hunderte besser als wenn die jetzt fünf dutzend leute ins ohr brüllen aber es kommt halt zu seinem preis.

00:04:33: man sagt ja gerne japan seien stilles land und das stimmt das stimmt auch wirklich paradoxerweise, trotz der Größe jetzt vor allem von Tokio, aber manchmal ist diese Stillhalt auch eben kein Frieden, sondern mehr Einsamkeit.

00:04:50: Also speziell eben, wenn man in der Bahn sitzt oder steht, fühlt man das meiner Meinung nach.

00:04:57: Also Menschen sind umgeben von Menschen, aber ohne jegliche Art von Verbindung.

00:05:04: Alle funktionieren, alle bewegen sich, dass die ganze Maschinerie läuft, aber kaum jemand begegnet sich.

00:05:16: Einsamkeit ist in Japan kein Randphänomen.

00:05:19: Das gehört dort eigentlich schon fast zum System dazu.

00:05:23: Und da sind wir dann schon beim ersten Punkt wirklich Einsamkeit.

00:05:28: Also für mich war es faszinierend, wie viele Menschen dort einsam sind in dieser Menschenmenge.

00:05:38: Also das ist so paradox eigentlich.

00:05:43: Aber es ist tatsächlich Realität und ich finde, das gehört auch mal mehr angesprochen.

00:05:50: Also, trotz dieser Menschen massenvereinsamen dort so unfassbar viele Menschen.

00:05:59: Weil es einfach alleine schon durch diese sozialen Strukturen, Disziplinen, das Arbeitsleben im Generell ist einfach fast... unmöglich ist es richtig menschlichen Kontakt aufzubauen.

00:06:15: Die schlimmsten Auswirkungen davon erlebt ihr übrigens tatsächlich auch in der Bahn.

00:06:19: Also es kommt wirklich, also war es bei uns so der Fall, kommt wirklich minimum einmal an Tag in irgendeiner Linie die Meldung auf den Bildschirmen, dass es zu Verspätungen kommt, wegen Animal Collision.

00:06:34: Also Spoiler alert, es gibt in Tokio selbst jetzt nicht so viele große Tiere, die von den Zug hüpfen, um den zum Stillstand zu bringen, sag ich mal.

00:06:46: Es ist leider Gottes tragischerweise so gut wie immer ein Suizid.

00:06:52: Also sobald man da mal ein paar Leute drauf anspricht oder fragt, was das ist, sagt ihr das eben jeder.

00:06:59: Also die Suizidrate ist wirklich... sehr, sehr hoch.

00:07:05: Genauso wie Kodokushi, den einsamen Tod nennt man das.

00:07:10: Also wirklich, wenn Menschen sterben, ohne dass es überhaupt jemand bemerkt.

00:07:14: Also im ersten Halbjahr, zwanzig, vierundzwanzig, ich habe mal nach Zahlen geguckt, im ersten Halbjahr, vierundzwanzig, wurden sieben und dreißigtausend solcher Fälle registriert.

00:07:26: Sieben und dreißigtausend Menschen, die unbemerkt daheim einfach gestorben sind, weil sie Niemanden hatten, der überhaupt nach ihnen guckt oder mit denen sie in Kontakt standen.

00:07:41: Viertausend von denen wurden über Monate nicht mal entdeckt.

00:07:46: Das bricht mir echt das Herzen.

00:07:48: Sowas ist schlimm.

00:07:49: Sowas ist echt sehr schlimm.

00:07:52: Weil es einfach zeigt, wie still dieser Schmerz und wie tödlich dieser Schmerz der Einsamkeit sein kann.

00:08:01: Und diese Einsamkeit ist halt einfach kein Zufallort.

00:08:04: Also die entsteht aus einem tiefen kulturellen Muster.

00:08:09: Sei still, sei perfekt, sei stark, Pflicht, Disziplin, Verantwortung.

00:08:15: Also alles wird dem untergeordnet.

00:08:18: Arbeit ist ja in Japan fast heilig.

00:08:22: Und das wirklich auch bis zu einem sehr absurden Ausmaß, also du hast... Menschen, die wirklich noch am Abend nach Feierabend der Stunde oder zwei einfach quasi in ihren Bildschirm reingucken auf der Arbeit, sie haben gar nichts mehr zu tun, bleiben aber trotzdem länger, weil wenn du keine Überstunden machst, gillst du schon als Faul mal mehr oder weniger gesagt.

00:08:45: Also speziell in den ganzen Firmen, die noch wirklich sehr hierarchisch, patriarchisch, was sehr viele sind, aufgebaut sind.

00:08:58: Das ist wirklich dort drüben noch so, dass, also es gehört sich mehr oder weniger dazu, dass eben von oben nach unten gedreht wird.

00:09:08: Und so entsteht wirklich so ein Urwerk der Isolation.

00:09:12: Also man kann das wirklich so gut beobachten am Frühst in den Bahnen, mittags, abends.

00:09:19: Also wirklich... Wie dann die Leute, die sind kaputt, also die Hälfte, schläft im Stehen ein, wenn es Richtung Abend geht, wenn die Feierabend haben.

00:09:28: Also die schaffen sich wirklich zugrunde teilweise.

00:09:36: Und man mag jetzt vielleicht meine nicht übertreiben, aber nein, es ist tatsächlich so, es wurden sogar zwei Begriffe dort.

00:09:46: neu eingeführt, weil es die im Sprachschatz gar nicht gab und zwar Karoschi, ich weiß nicht, ob ich es richtig ausspreche, Tod durch Überarbeiterung und Karo Chisazu, Suizid in Folge von Überarbeitung.

00:10:01: Also die mussten wirklich zwei Wörter erfinden, um dieses Phänomen dem ganzen überhaupt Namen zu geben.

00:10:10: Also was so übertrieben klingt, ist halt wirklich dort Realität, Tatsache.

00:10:16: Also wirklich tagtägliche Tatsache.

00:10:20: Und speziell am Abend, ich sag mal so ab acht Uhr merkt man das auch.

00:10:25: Also wirklich die eine Hälfte der arbeitenden Bevölkerung schießt sich wirklich komplett aus dem Leben.

00:10:35: Ich habe sowas in der Masse noch nie gesehen.

00:10:37: Also da geht es dann wirklich rund.

00:10:41: die ertrenken das in den Restaurants, in den Bars oder dann eben auch auf den Straßen.

00:10:50: Wir hatten das auch mehrmals, dass wirklich Leute, was wir haben beobachten können, dann miterleben konnten, dass das Leute, Anzugsträger, die sind einfach zusammengeklappt.

00:11:03: Die sind wirklich, wir hatten einen Fall.

00:11:06: Da wollte ich noch hin, aber da waren schon genug andere Wohl-Kollegen schon dabei, dem quasi wieder zu beleben.

00:11:14: Der ist höchstwahrscheinlich, Herzinfarkt, whatever.

00:11:19: Ist ja einfach zusammengeklappt.

00:11:21: Also dieser Druck, der dort auch herrscht, kombiniert mit dieser, sag ich mal, mit dieser Isolation.

00:11:32: Der muss wahnsinnig sein.

00:11:34: Der muss wirklich, wirklich wahnsinnig sein.

00:11:38: Und wenn man das Ganze sieht, dann fängt man langsam an zu verstehen, dass Einsamkeit mehr ist als alleine sein.

00:11:48: Also Einsamkeit beginnt dort, wenn man keine Raum mehr hat, selbst zu sein.

00:11:54: Und das hat man da nicht.

00:11:56: Wenn du immer... funktionieren muss, immer stark wirken muss, dann hörst du ja irgendwann darauf auf, auf deine eigene Stimme, auf dein Ich zu hören.

00:12:09: Und ich glaube, das ist auch einfach so die eine der gefährlichsten Formen von Isolation, die Innere.

00:12:17: Und das äußert sich ja in so vielen Dingen, die, sag ich mal, für uns außerhalb erstmal so faszinierend aussehen, oder?

00:12:27: Das ist, was wir eigentlich von Japan erwarten.

00:12:29: Ich nehme als Beispiel jetzt mal diese Maid-Kaffees.

00:12:33: Ihr kennt das ja alle.

00:12:34: Habt ihr Safe überall schon gesehen, in Social Media oder generell so die ganzen jungen Mädels in ihren Maid-Kostümchen, die an der Straße stehen, mit ihren Schildern in der Hand.

00:12:44: Und habe mich damit tatsächlich gar nicht so groß beschäftigt gehabt und habe mich immer nur gefragt, was ist das?

00:12:52: Ich meine... Ich weiß oder wissen wir alle, dass da drüben schon so ein bisschen, sag ich mal, fragwürdiger Umgang mit der Sexualisierung, sag ich mal, von jung aussehenden Frauenschulmädchen, uniformmäßig vorherrscht.

00:13:10: Aber... Ich hatte da einfach nicht den Eindruck, dass das irgendwas in der Hinsicht sein könnte.

00:13:17: Sexuelles oder whatever.

00:13:18: Prostitution ist generell dort per se auch verboten.

00:13:22: Und dann habe ich mich damals ein bisschen beschäftigt mit.

00:13:25: Und das ist tatsächlich auch nichts Sexuelles.

00:13:29: Und für mich war es ehrlich gesagt tatsächlich sogar eine sehr traurige Erkenntnis.

00:13:36: Im Endeffekt in diesen Mate-Cafés bezahlst du deine Eintrittsvieh.

00:13:40: Das ist das, was die auf den Schildern hochhaltende.

00:13:42: Tausendjahren, zweitausendjahren, dreitausendjahren.

00:13:45: Und diese Mates... sind quasi wie deine Bediensteten in einem Herrenhaus.

00:13:51: Also du hast, die nennen dich auch Master oder whatever und lesen dir einfach quasi dort in dem Kaffee jeden Wunsch von den Lippen ab.

00:14:00: Also nochmal ums zu sagen, nichts sexuelles, also du darfst auch nicht mal, du darfst sie nicht berühren, etc.

00:14:07: oder selbst die Kleidung oder whatever, also gar nichts.

00:14:13: Und da kommt jetzt der Punkt, der für mich persönlich sehr traurig ist, weil abseits von den Touris, die da reingehen, um da eine lustige Zeit zu haben, weil die auch rumtanzen oder Karaoke oder was alles aufführen und bespaßen.

00:14:29: Der Großteil dieser Cafés zieht auf Menschen, speziell Männer ab, die so dermaßen alleine isoliert sind, dass die überhaupt gar keine zwischenmenschliche keine zwischenmenschlichen Kontakte mehr haben, also die Menschen gehen da rein, die Männer gehen da rein, einfach um jemanden zu haben, der ihnen eine stunde lang zuhört und ihnen recht gibt.

00:14:58: Sie setzen sich da rein, die unterhalten sich mit den Maze, sie spielen Brettspiele, schütten ihren Kummer aus über den Tag, über die Arbeit und das ist für mich also echt wirklich herzzerreißend.

00:15:13: Tatsächlich, also dass du im Endeffekt bezahlst für sozialen Kontakt.

00:15:22: Und das ist jetzt dort nicht so, dass das exklusiv nur dieses Phänomen bei Made Cafés der Fall ist, sondern ihr könnt euch wirklich, ihr könnt euch Freunde mieten für den Abend oder auch Partner.

00:15:40: Viele machen das zum Beispiel, wenn sie abends irgendwo weggehen wollen, haben jemanden und dann mieten die sich einfach eine Gesellschaft.

00:15:48: Also wird da auch schon riesengroß mit Leinwand und TVs, werden die beworben die Leute, die man sich mieten kann.

00:15:57: oder eben auch Partner, weil jetzt zum Beispiel auch familiären, großer Druck traditioneller herrscht.

00:16:04: Ich meine, wenn viele mieten sich, wenn sie über das Wochenende zur Familie fahren, Partner oder eine Partnerin, die dann einfach die ein, zwei Tage so tut, als wäre sie dein Partner oder deine Partnerin, weil die Eltern eigentlich erwarten, dass du langsam so sesshaft wirst und du es aber halt einfach nicht bist.

00:16:26: Man belächelt das erst mal und denkt sich so, ja, Japan und so, aber das sagt ja einfach unfassbar viel aus meiner Meinung nach über den Zustand von einem großen Teil der Gesellschaft, dass sowas wirklich lukrative Geschäftsformen sind.

00:16:49: Also zusammengefasst war für mich das wirklich so faszinierend diese menschen massen und wie einsam.

00:17:02: trotzdem und für sich auch einfach jeder lebt darin.

00:17:07: also das ist ein so paradoxes phänomen.

00:17:12: eigentlich das hat mich nicht losgelassen und all die faktoren glaube ich spielen auch eine sehr sehr große rolle bei dem Nächsten großen Problem, dass Japan teilweise immer noch hat und das sind sexuelle Übergriffe.

00:17:32: Also ich denke mal am prominentesten kann man das an einem Beispiel benennen, dass die meisten von euch kennen oder schon mal davon gehört haben.

00:17:41: und zwar ist es in Japan so, dass jegliche Kamera und jeglichem Smartphone kannst du den Shutter Sound nicht ausmachen.

00:17:51: Also selbst wenn du dein Smartphone komplett Mutus, wenn du das dort gekauft hast, wenn das ein japanisches Modell ist, wenn du das komplett mutest, ist der Auslöser-Sound, wenn du Fotos machst oder Videos machst, immer noch auf voller Lautstärke.

00:18:09: Das kommt leider Gottes daher, dass sehr, sehr viele Männer alte Männer vor allem, immer unter heimlich die Mädchen unter dem Rock fotografiert gefilmt haben oder whatever in der U-Bahn, wo es auch ging.

00:18:30: Also wirklich so in einem Ausmaß, dass die Regierung beschlossen hat, das per Gesetz so zu regeln, dass diese Shutter-Sounds tatsächlich immer an sind.

00:18:42: genauso wie sehr sehr gerne menschengedränge dann gekrabscht wird.

00:18:46: also es gibt aus dem grund mittlerweile bei so gut wie jeder zu linie frauenabteile also women only abteile um dem ganzen zu entgehen und das ist auch wie gesagt klingt immer alles erst mal so fantastisch oder übertrieben ist es aber nicht.

00:19:06: es gibt also das ist auch wirklich schon ein fetisch dort also wahrscheinlich überall auf der welt aber dort halt sehr sehr sehr explizit.

00:19:16: also jeder der mal in eine videothek da drüben reingegangen ist in die entsprechenden abteilungen weiß was ich meine und ich muss jetzt mal hier schnell reinschmeißen.

00:19:29: ihr dürft mich nicht falsch verstehen japan ist ein unfassbar sicheres land.

00:19:36: also das ist jetzt nicht so dass das irgendwie Dauerhaft der Fall ist, also es ist speziell, sage ich jetzt mal für Touristen und für weibliche Touristen sehr sehr sicher.

00:19:55: Aber das sind Probleme, die dort seit Jahrzehnten bestehen oder bestanden.

00:20:01: teilweise, wird ja mit Gesetzen schon eingedämpft und respektive auch sehr aktiv vom großen Teil der Bevölkerung dagegen gearbeitet.

00:20:12: Und man muss sie halt auch einfach mal benennen.

00:20:14: Also die Seiten gibt's halt auch.

00:20:15: Aber wie gesagt, bevor sie jetzt hier jemand hier am Kopfhörer oder am Whatever sitzt und sich denkt, oh nee, oh, das sieht aber bis sie zu gefährlich.

00:20:26: Nein, alles gut.

00:20:27: Also der Eindruck soll hier absolut gar nicht entstehen.

00:20:33: Es ist halt einfach für mich wichtig mal darauf hinzuweisen, weil jede Gesellschaft hat einfach auch ihre Schattenseiten.

00:20:39: Das ist einfach so.

00:20:42: Und bei dem Thema Schattenseiten war das auch eine Frage bei Instagram und zwar nach Kabukichu.

00:20:48: Das ist ein Stadtteil, ein Teil von Shinjuku.

00:20:53: Das ist quasi dieses, was man immer so hört, dieses gefährlichste Viertel Tokyos, das Rotlichtviertel, das Entertainmentviertel.

00:21:03: Und ob ich mir das auch mal angeguckt habe und ja, das habe ich da.

00:21:09: Also nicht nur ich, sondern wir, wir waren ja einige.

00:21:12: Da sind wir eins, zweimal rein und speziell auch nachts.

00:21:17: Und das war schon sehr interessant, muss ich sagen.

00:21:21: Also mal vorweg, es ist schon anders als der Rest Shinjuku oder Tokyo.

00:21:29: Das muss man sagen.

00:21:30: Ich habe mich jetzt aber nie bis zu so einem Extent unwohl irgendwie gefühlt, dass ich mir gedacht habe, okay, ich muss hier raus.

00:21:36: Ich mag vielleicht auch daran legen, dass ich jetzt fast zwei Meter großer Kerle bin.

00:21:45: Aber im Generellen muss ich sagen Geens.

00:21:50: Also es ist jetzt nicht so krass, wie es manchmal übertrieben dargestellt wird, aber trotzdem sehr, sehr interessant.

00:21:58: Weil das ist somit Abstand der einzige Platz, wo ihr auch sehr viele abends nachts, vor allem sehr viele obdachlose Jugendliche sieht.

00:22:10: Das seht ihr sonst nicht.

00:22:13: Ich habe dort leider nicht so viel Zeit verbringen können, wie ich eigentlich hätte gewollt.

00:22:21: Ich habe mir jetzt auch die Liste für nächstes mal tatsächlich auch schon so im Innerlichen geschrieben, dass ich mich da sehr, sehr gerne mit den Jugendlichen auch mal wirklich unterhalten möchte, also wirklich mal ein bisschen tiefer rein in die Thematik, warum sie auf der Straße leben, ich meine es gibt genug Dokus da mittlerweile, aber ich bin ein Fan davon, das immer sehr, sehr gerne persönlich zu erfahren.

00:22:53: Ja, also dieser Bereich ist im Generellen schon sehr, sehr... sehr, sehr interessant, tatsächlich auch einer der Bereiche, wo wirklich auch mal Müll auf der Straße liegt.

00:23:06: Ist wild, aber eben nicht zu so einem Extent, dass ich sagen würde, das ist jetzt irgendwie sehr, sehr gefährlich.

00:23:14: Man sollte halt, sag ich mal, guten Menschenverstand immer bewahren, also als der einzige Bereich, wo wir auch wirklich konfrontativ direkt angesprochen wurden um in eine bar reinzugehen waren meistens nicht Japaner die uns da reinziehen wollten.

00:23:35: In keinem Land der Welt würde ich jetzt, wenn mich irgendjemand da versucht, in irgendeine Art und Weise in seine Lokalität reinzuziehen nach zum Uhres, jetzt freiwillig, fröhlich mitgehen, weil ich mir ziemlich sicher bin, dass man dann gescampt wird.

00:23:52: Das ist so'n neun-neunzig Prozent der Fällen.

00:23:54: Also auf solche Sachen sollte man da dann schon achten.

00:23:59: Aber wie gesagt, das... betrifft wirklich explizit nur dieses eine Viertel als hatten wir ansonsten nirgends.

00:24:11: in dem Sinne würde ich es jetzt erstmal bei den punkten belassen.

00:24:14: ihr könnt mir ja sehr sehr sehr sehr gerne bei instagram tiktok wo auch immer und wie auch immer gerne gerne mal sagen was ihr davon haltet ob ihr das schon wusstet und ob es Themen gibt auf die einfach noch weit mehr hier eingehen wollen würde.

00:24:35: Also ich bin jetzt da auch kein Experte.

00:24:38: Ich war da jetzt mal nur knapp drei Wochen persönlich da.

00:24:42: Alles andere sind auch, sage ich mal, Dinge, die ich auch im Vorfeld schon recherchiert hatte.

00:24:51: Also in dem Sinne, wie gesagt, bin nicht der Japan-Experte.

00:24:57: Ich will es werden, aber ich bin es nicht.

00:25:02: Ich teile euch da einfach nur meine eigenen Erfahrungen und Eindrücke und ich hoffe, dass sie vielleicht dem ein oder anderen helfen, vielleicht auch mal beide Seiten der Medaille zu sehen, weil das gehört meiner Meinung wie Eingang schon erwähnt wirklich einfach dazu.

00:25:21: Und last but not least, ich meine diejenigen, die mir bei Instagram folgen, haben es sowieso während der Zeit schon mitbekommen.

00:25:28: Ich liebe.

00:25:30: Japan also dieses land hat wirklich mein herz gewonnen und ich werde tatsächlich auch sehr bald wieder mal dort kurz sein weil sich für mich tatsächlich künstlerisch auch da einiges ergeben hat.

00:25:45: also ich mal jetzt gerade auch ein bild für eine ausstellung dort im januar also all in all dieses land hat meine erwartungen die ich vorher hatte erfüllt respektive übertroffen und mich auch wirklich in den baden gezogen.

00:26:02: also ich wollte euch einfach nur jetzt auch mal zeigen dass man das nicht zu romantisieren darf sondern dass eben alles auch seinen preis hat und jedes land jede gesellschaft auch seine schattenseiten.

00:26:19: für mich persönlich war es einfach auch ein wirklich großer lernfaktor also zu sehen haben, wie eine Gesellschaft funktionieren kann, wenn das durchgehende Mindset eher ist.

00:26:35: Was kann ich dazu beitragen, damit es funktioniert und nicht immer dieses Denken, mit der die anderen müssen oder der Staat muss oder whatever, sondern wirklich, wenn jeder für sich den Maßstab ansetzt.

00:26:51: leiste mein teil dazu bei ich halt mich an die regeln und sobald jeder dieses mein set hat funktioniert das halt.

00:26:57: auch das war für mich eine sehr sehr tolle erfahrung.

00:27:02: und wiederum halt eben aber auch zu sehen wenn man selbst mit diesem positiven übertreibt dass das halt wiederum Im hintergrund kippen kann und sehr viel negatives hinter sich herzieht.

00:27:16: also glaub so ein mittel maß mit allem wäre so der beste Weg, wo es den überhaupt gibt.

00:27:25: Das weiß ich nicht und das wird man glaube ich auch nie herausfinden.

00:27:32: Es hat mir auf jeden Fall gezeigt, dass absolute Perfektion nicht das angestrebte Ziel sein sollte, weil das einfach immer jemanden oder irgendwas auf der Strecke lässt.

00:27:44: Also sobald du da nicht mithalten kannst, bist du halt weg und das ist ja auch nicht Sinn.

00:27:51: der Sache meiner Meinung nach.

00:27:53: Ich habe einfach Japan mit offenen Herzen und vor allem auch mit offenen Augen erlebt und ich glaube damit lässt sich es ganz gut zusammen fassen.

00:28:02: In diesem Sinne meine Lieben wünsche ich euch jetzt einen wundervollen Tag oder Morgen oder Abend oder gute Nacht, je nachdem wann ihr das hört und bleibt mir gesund und heile und ich bin sehr sehr gespannt auf eure Resonanz.

00:28:19: Ich hoffe, ich habe euch jetzt nicht eine halbe Stunde gelangweilt.

00:28:24: Es wurden doch keine fünfhundertsiebzig Minuten.

00:28:26: Sehr gut.

00:28:29: Bis bald meine Lieben.

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